Wer jetzt kein Haus hat, baut…

… keines mehr? Oder erst recht!

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Nochmal Bergpredigt

Heute beim ökumenischen Gottesdienst auf dem Würzburger Stadtfest war die Bibellesung zu der Stelle der Bergpredigt, die unser Rohbauer auf seiner Internetseite hat: Der kluge Mann der sein Haus auf dem Fels, also auf Gott, baut, und der törichte Mann, der am Fluss auf Sand baut. Der Pfarrer zählte alle Überschwemmungen der letzten Zeit auf – Überschwemmungen in Libyen, Griechenland, Spanien, usw.. Und erklärte, darum ginge es in dem Gleichnis nicht. Es ginge nicht um das nicht Vorhersehbare, Unwahrscheinliche, also nicht um das, womit wir nicht rechnen können – wie diese ganzen Umweltkatastrophen, sondern um Folgen, die naheliegend sind und nicht gesehen werden. Ob er Beispiele aufzählte, kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Vielleicht war ich da schon abgeschweift. Vor 5 oder 10 Jahren hätte ich keinen Gedanken daran verloren, ob unser Hang wohl sicher ist oder beim nächsten starken Regen abrutscht. Oder der kleine Bach im Dorf plötzlich zu einem reißenden Fluss wird und alle unsere Designschnäppchen in ihm dahin schwimmen. Doch wie der Pfarrer auch sagte, geht es in dem Gleichnis ja eigentlich gar nicht um echtes Bauen… Sondern um das Bauen auf den Glauben an Gott. Gottvertrauen. Im Grunde weiß ich nicht, woraus wir das für dieses Projekt schöpfen. Vorfreude? Dem Vertrauen aus dem intensiven Planungsprozess? Vielleicht einfach daraus, dass von allen Seiten so viele andere unvorhersehbare Katastrophen lauern. Mitten in einem zuvor unvorstellbaren Krieg und des sich immer vehementer zeigenden Klimawandels scheint ein Hausbau ein relativ überschaubares Ereignis zu sein.

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Ein Blick in die Pläne

Die Tage habe ich mal wieder einen Blick in die Pläne geworfen. Je weiter die Planungen voranschritten umso detaillierter und für mich schwieriger nachvollziehbar wurden sie. Wenn ich jetzt die ersten Pläne anschaue, kann ich zumindest nachvollziehen, wo die auf der Baustelle jetzt gerade dran sind.

Die Kreise sind die Bäume. Davon sind jetzt schon einige weg.
Technikraum und Carport – hier wird gerade gebaut.
…sieht aus als würde das Haus auf dem Technikraum stehen.
Hier ist nochmal schön zu erkennen, was gerade gebaut wird.

Fotos zum Bautag 44

So richtig viel richtig Erkennbares ist nicht passiert. Vermutlich aber, wenn die Verschalungen dann weg sind.

Unser Technikraum – ein ganz besonderer Ort.
Der Carport

Bautag 44

Gestern war Astrid auf der Baustelle. Unser Bauleiter war da, sein Kollege, der Rohbauer, der Zimmermann.
Der Rohbauer bleibt dabei, dass wir die Mehrkosten für den verspäteten Kranaufbau tragen müssen. 2000.- € will er. Ich sehe das nach wie vor nicht und Astrid hat unseren Standpunkt deutlich gemacht. Die Gegebenheiten vor Ort waren von Anfang an klar und den passenden Kran dort unterzubringen ist Job des Rohbauers. Den Antrag für die Sperrung hat der Rohbauer gestellt (uns wurde vom LRA regelmäßig gesagt, wir seien nur „Mitwirkende“ und auch auf Nachfrage hat uns der Rohbauer weder den Antrag noch die Verfügungen des LRA zur Verfügung gestellt (wie ich auch keine Antwort bekommen habe, ob denn die Bürgschaft nun vorliegt). Wenn Astrid nicht interveniert hätte, hätten wir die Vollsperrung wahrscheinlich noch ein paar Tage später oder vielleicht auch gar nicht bekommen. Und der Rohbauer hätte noch etwas mehr Verzögerungsschaden verlangt bzw. an dem weiteren Abriss der Mauer verdient. Der Rohbauer meinte ohne weitere Erläuterung, sie hätten nach VOB gearbeitet. Astrid bezig sich darauf, dass wir vertraglich nur bei Verschulden haften. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass in der VOB steht: Der Rohbauer fängt erstmal an und wenn er irgendwann feststellt, dass der Kran doch nicht passt, stellt er den Bauherrinnen die Mehrkosten in Rechnung. Letztlich wird sich der Rohbauer das Geld an irgendeiner Stelle holen und es ist keine gute Basis, wenn die Parteien Vertrags- und Gesetzesgrundlagen austauschen. Doch es muss klar sein, dass es keinen Selbstläufer für Mehrkosten gibt – auch wenn sie einzeln in Relation zu den Gesamtkosten erstmal gering erscheinen.

Sonst ist der aktuelle Stand erfreulich. Unser Bauleiter hat gleich eine zusammenfassende Mail geschickt:

  • Bauzeitenplan wird realistisch eingeschätzt
  • Sobald die Decke im UG bzw. die EG-Bodenplatte fertig ist, misst der Zimmermann den Rohbau auf
  • während der Rohbau fertiggestellt wird, produziert der Zimmermann die Wände. Der Übergang vom Rohbau zum Zimmermann soll zeitlich reibungslos erfolgen
  • Die Fenster werden Anfang Dezember eingebaut. Der Übergang vom Zimmermann zum Fensterbauer soll ebenfalls zeitlich reibungslos ineinander übergehen.

Und die Highlights der Mail:

  • Das Gebäude ist 2023 komplett dicht – ausser irgendwelchen Einzelheiten
  • wenn alle gut zusammenarbeiten, kann der Kran im Dezember abgebaut werden
  • Die Fassade wird ohne Kran mit Holz versehen.

Und schmunzeln musste ich bei der Anmerkung unseres Bauleiters: „…bitte nicht vergessen, dass wir hier im Gebäude einen hohen Anspruch an die Gestaltung haben…“ Ja, wir werden nicht die Planungen unserer ArchitektInnen umwerfen nur weil ein Kran plötzlich irgendwo nicht reinpassen soll oder ein Fensterbauer keine Lust hat, ihre Ideen umzusetzen!

                       

Die Elektrik

Es gibt nun ein Angebot eines Elektrikers. Er ist aus dem Ort. Das Angebot im Planungsbudget. Allerdings kann ich mich gar nicht erinnern, dass wir eine Sat-Anlage wollten – kommt das Fernsehen heutzutage nicht aus dem Internet? Unser Rohbauer hat auch einen Elektriker empfohlen, der hat allerdings noch nicht mal ein Angebot geschickt. Und angekündigt, dass es noch etwas dauert…. Wie auch der Zimmermann des Rohbauers, der nicht in die Gänge kam. Der Elektriker des Rohbauers fühlt sich des Auftrags wohl schon sehr sicher, weil er schon ein paar Vorarbeiten erbracht hat…

Der aus dem Ort macht auch Photovoltaik. Das wäre praktisch, dann wäre das auch erledigt.

Ich hadere mit unserer Planung. Hätte mich nicht zu 3(!) Steckdosen neben dem Bett überreden lassen sollen. Vielleicht lieber nur eine, bei der gleich 2 USB-Anschlüsse dabei sind…

Wein und Stahl

Am Wochenende waren wir mit Walli in Nordheim. Bei einer Weinprobe bei Sauer in Escherndorf (irgendein Verwandter des teuren, preisgekrönten Sauer) entdeckten wir das interessante und für ein Weingut gut passendes Treppengeländer im Aufgang. Der Kunstschmied heisst natürlich auch Sauer, ist in Dettelbach und hat uns schon gleich nach Astrids Kontaktaufnahme zwei Treppen geschickt, die er gemacht hat. Die eine ist, wie Astrid es sich vorgestellt hat. Unser Bauleiter hat noch einen anderen Favoriten für die Stahltreppe und meint, das hätte noch Zeit. Ich würde es lieber schon bald fix machen, bevor die Energiepreise weiter steigen und Stahl immer teurer wird. Ein Wettlauf…

Weingut Sauer – kleine Silvaner Weinprobe


Wie es bei uns sein soll…

Nun wirklich: Das Heizungsgesetz

Eigentlich heißt es ja: Gesetz für Erneuerbares Heizen so genau steige ich da nicht durch. Im Ergebnis ist es sicher die richtige Richtung – nur 20 Jahre zu spät und deshalb wird es nun für viele sehr teuer. Die alten Häuser und Wohnungen verlieren an Wert. Und deshalb vielleicht wirklich ein Grundrechtseingriff, den irgendeine CDU/AfD vors Bundesverfassungsgericht treiben wird. Ich denke nur nicht, dass sie damit durchkommen würden. Jetzt wo die Grünen dem Gesetz einen sozialen Touch gegeben haben. Teilweise endet die Förderung bei über 90.000 Euro Jahreseinkommen und unter 40.000 gibts es noch was oben drauf.
Für uns ist vermutlich gut, dass die Fristen länger sind als ursprünglich geplant. Jetzt rennen vielleicht nicht alle gleich los, sondern hoffen und warten bis die nächste Regierung das Gesetz wieder abschafft. Wir müssen uns jedenfalls ranhalten, wenn ich es richtig verstehe – gibt es ab nächstes Jahr weniger Förderung.

Mitten im Gejammer der Baubranche…

… hält das Handelsblatt die Aktien der Dämmstoffindustrie für aussichtsreich:

„Die Energiewende und neue regulatorische Auflagen sorgen für gute Geschäfte in der Branche. Davon könnten auch Anlegerinnen und Anleger profitieren.“

Handelsblatt, 11.9.2023

Dank der politischen Aktivitäten zur Energiewende werde sich der Umsatz allein in Deutschland verzwei- bis vierfachen. Ich habe keine Ahnung mit was unser Haus gedämmmt wird. Bei Walli haben wir original Armaflex in verschiedenen Stärken genommen. Das war eine gute Wahl. Ist aber eigentlich nur für Rohre und Leitungen, nicht für ganze Häuser. Das Handelsblatt empfiehlt – zum Kauf, nicht zum Bauen – deutsches Sto, kanadisches Saint-Gabain oder irisches Kingspan. Mal sehn welchen Aktienkurs wir mit nach oben treiben…

Bautag 37

Unser Nachbar schickt Bilder mit Erläuterungen. Er hat von seiner Terasse aus auch den perfekten Blick. Der Technikraum bekommt ein Dach und die erste Seitenwand der Einfahrt wird gebaut. Wir schaffen es diese Woche leider nicht zur Baustelle.

Förderung für Ladestationen mit Solarstrom vom Wohnhaus

So die FAZ heute und online schon gestern. Am 26.09. soll es mit den Anträgen losgehen. Bei der KfW konnte ich auf die Schnelle noch nichts finden. Für uns wird das wohl nichts. Der Antrag kann erst gestellt werden, wenn bereits ein E-Auto bestellt oder vorhanden ist. Mal sehen, ob noch Fördergelder da sind, wenn wir soweit sind… und ob das auch für Hybrid-Autos gilt… wenn wir uns wirklich für den Suzuki Ignis entscheiden sollten.

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