Unser Bauleiter hat sich aus dem Urlaub gemeldet und sich zu den Elektroangeboten geäußert. Der Rohbauer-Elektriker hat die falschen Schalter genommen, mit den richtigen wäre es lt. 2000-3000 Euro höher. Außerdem hat er die Infrarotheizung für den Technikraum vergessen. Beide Elektriker haben eine sehr hochwertige, teure Sprechanlage ausgesucht. Da gibt es wohl noch Einsparungspotenzial. Und die Satellitenanlage fällt nun ohnehin weg.
Die Differenz der Angebote liegt bei 9.000.- € lt. unserem Bauleiter. Wenn bei dem örtlichen Elektriker die teureren Schalter schon drin sind, sind es nur 6000 – 7000 €. Ist auch noch einiges. Wenn der örtliche uns noch etwas entgegenkommen kann und will bei seinem Angebot, dann wäre es gut. Wir treffen ihn heute Abend an unserer Baustelle. Den Rohbauer-Elektriker habe ich angeschrieben, mal sehen, wann die sich melden. Bei dem war dann auch noch das Thema „freibleibend“. Darauf ist unser Bauleiter nicht eingegangen. Die Zeit der extremen, kurzfristigen Preissprünge scheint mir im Moment zumindest vorbei. Ich gehe jetzt auch erstmal nicht darauf ein.
Autor: admin (Seite 30 von 48)
Unser freundlicher Nachbar schickt auch ein Bild: „Die Bodenplatte wird armiert“

Unser Bauleiter schickt aus seinem Urlaub ein Foto von seiner Baustellen-Webcam. Sieht aus als hätte die Einliegerwohnung einen Boden.

Bauen soll günstiger werden. Bauvorschriften einfacher. Kredite günstiger. Ich bin politisch gespannt was bei dem Gipfel rauskommt und beunruhigt, welche Folgen es für unser Projekt hat.
Von den beabsichtigten Familienförderungen hätten wir ohnehin nichts. Unser Kredit hat für heutige Verhältnisse super Konditionen. Einfacher bauen zu können, hätte uns geholfen, aber bis das durch ist, kann noch dauern. Vielleicht ist es für den Wert des Hauses gut, dass wir noch nach den strengeren Vorschriften bauen. Im Detail habe ich davon ohnehin keine Ahnung.
Wenn die Preise einigermaßen stabil bleiben und wir weiter schnell Handwerker finden, können wir im Hinblick auf die schwierige Gesamtsituation zufrieden sein.
Insgesamt finde ich es befremdlich, dass eine Branche, die seit Jahrzehnten boomt, nun so jammert. Und die Politik geht weiter in die falsche Richtung, bleibt pseudosozial. Sie sollte den Bestand an Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnungen der Länder und Kommunen wieder aufbauen, der in den letzten Jahrzehnten verscherbelt wurde. Und dort für eine gute soziale Mischung sorgen. Und dafür endlich das Wohngeld als Stütze der hohen Mieten und indirekte Vermietersubvention abschaffen.
Unser freundlicher Nachbar hat Bilder geschickt. Das Schöne ist, dass er auch noch vom Fach ist und die Bilder erläutern kann.



In Würzburg kommt ganz plötzlich ein Unwetter auf. Das Iphone-Wetter zeigt „schwere Gewitterwarnung“. Auch für Königheim. Oh, je…
Heute kam nun das Angebot des Rohbauer-Elektrikers. Heute heißt Donnerstag und nicht wie versprochen am Montag. Das Angebot ist 21 Seiten lang, sehr detailliert, das Angebot des ortsansässigen Elektrikers hat 3 Seiten. Letztlich gehe ich davon aus, dass in der Ausschreibung alles genau drin steht und bei dem kurzen Angebot dasselbe drin ist. Ich versuche zu vergleichen:
- Der Elektriker des Rohbauers ist ca 10.000.- EUR günstiger – zunächst
- Das Angebot des Rohbauer-Elektrikers ist freibleibend (genaue Preise erst nach Beauftragung), das Angebot des ortsansässigen Elektrikers ist 20 Tage gültig.
- in dem Angebot des Rohbau-Elektrikers ist eine Video-Sprechanlage drin, die wir gar nicht wollten
- Im Angebot des Rohbauer-Elektrikers finden sich folgende Passagen, die ich etwas schwierig finde:


Unser Bauleiter ist im Urlaub. Wir müssen warten. Ich überlege, bei dem ortsansässigen Elektriker wegen des Photovoltaik nachzufragen. Vielleicht macht er ja gleich ein Angebot. Und geht mit seinem etwas runter.
Und die Satellitenanlage muss raus. Ich glaube Astrid wollte das. Jetzt zum Glück aber auch nicht mehr.
Das Schreiben, der Fragebogen, liegt nun schon einige Zeit bei uns rum.

In einem Anfall vom magic cleaning habe ich ihn jetzt ausgefüllt. Soweit wie möglich. Auch ich wüsste gerne, wer all diese Arbeiten bei uns ausführen wird (unser Bauleiter bestimmt auch…).
Dann sollen wir noch ein Bautagebuch führen. Ich denke es wird leer bleiben.

Das mit der freiwilligen Versicherung habe ich mir auch angeschaut. Zu teuer. Obwohl es ja sonst durchaus eine gute Option ist mit den gesetzlichen Unfallkassen.

Eine Kollegin hat mir einen neuen Floh ins Ohr gesetzt. Lehmöfen sollen ganz einfach selbst zu bauen sein… wenn wir nur eine gerade Fläche finden…bin jetzt erstmal hier gelandet…
Der Rohbauer hat nun an die „mehrfach avisierte Bürgschaft“ erinnert. Wenn ich „avisiert“ schon lese… Vor mehr als zwei Wochen hatte ich beim Rohbauer nachgefragt, ob sie Post von der ING erhalten haben. Es kam keine Antwort. Heute dann wird „mehrfach avisiert“ gedrängelt…
Die Nachfrage bei der ING ergab, dass wir die übersandte Ausfertigung der Bürgschaft an den Rohbauer hätten weiterleiten müssen. Das haben wir in dem mehrseitigen Schreiben wohl überlesen. Es ist zu viel gleichzeitig im Moment. Das Nervige beim Hausbau ist, dass der normale Alltagswahnsinn ja nebenbei weiter bewältigt werden will… und in diesem blieben auch noch all unsere Nachfragen, wie das mit der Bürgschaft läuft, unbeantwortet.
Auch sonst war das Gespräch mit der ING heute recht konstruktiv. Nachdem ich nun unzählige weitere Sicherheitsmaßnahmen für meinen eigenen Account durchlaufen habe und auch eine Einmalpin gesmst bekam, erhielt ich Auskunft. Im Ergebnis hat die ING-Dame unser Problem geduldig angehört und mir sehr empathisch wenig Hoffnung gemacht, dass die ING sich darauf einlässt, uns das Darlehen nun zeitnah auszuzahlen, damit wir keine weiteren Bereitstellungszinsen zahlen müssen und bald mit der Rückzahlung beginnen können. Doch sie meinte, wir sollten eine Beschwerde einreichen, dann wird es nochmals geprüft. Sie könne das nicht entscheiden. Der Krieg und die damit verbundenen Pleiten bei Bauträgern sowie Bauherren hätten viele Konstellationen schaffen, die noch nicht mal in den AGB geregelt seien. Vielleicht hätten wir ja Glück. Sie wünsche uns in jedem Fall, dass mit dem Bau alles gut geht. Es fühlte sich nicht nach Floskel an – eher als hätte sie die Erfahrung schon selbst durch. Oder am Telefon schon jede Menge Schicksale miterlebt.